Studieren ohne Abitur

Studium ohne Abitur. Keine falsche Vision, sondern möglich. Wer heute an einer deutschen Hochschule studieren möchte, kann dies auch ohne allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife. Berufliche Vorbildung ist dafür umso wichtiger und unerlässlich.

Beim Studium ohne Abitur gilt der Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf als Qualifikation und öffnet somit die Hochschultüren. Je nach Bundesland variieren die Zulassungsvoraussetzungen und damit auch die vorgeschriebene Dauer der Berufserfahrung. Zusätzliche Beratungsgespräche, Hochschulzugangsprüfungen oder ein Probestudium sollen zeigen, ob Studienanwärter wirklich geeignet sind.

Wer ohne Abi studieren will, muss einige Umwege in Kauf nehmen. Die Chancen für qualifizierte Bewerber sind allerdings vielversprechend, denn ihnen stehen nahezu alle Studiengänge sowie unterschiedliche Studienformen offen. Möglich sind Vollzeit-, Teilzeit- oder Fernstudium. Das Vollzeitstudium nimmt dabei zwar 40 Stunden pro Woche ein und verlangt deswegen vollen Einsatz, ist aber auch innerhalb weniger Jahre abschließbar. Ein Teilstudium bietet sich für alle an, die bereits im Beruf arbeiten und sich nebenbei weiterbilden wollen, denn es kann berufsbegleitend absolviert werden. Beim Fernstudium ist dagegen das Selbststudium zentraler Kern. Das bietet viel Flexibilität, erfordert aber auch viel Disziplin.

Wer bereits Berufserfahrung gesammelt und einige Zeit gearbeitet hat, sollte sich gut überlegen, welches Ziel mit dem Studium verfolgt werden soll. Es ist eine große Herausforderung und wird alle bisherigen Lebensgewohnheiten ändern. Auch die Finanzfrage muss geklärt werden, denn das gewohnte monatliche Festgehalt gibt es beim Vollstudium nicht. Wer berufsbegleitend studieren will, muss sich bewusst machen, dass viel Motivation nötig sein wird und die Freizeit eher knapp bemessen ist.

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