Praktikum

Da das Studium an deutschen Hochschulen verstärkt theoretisch ausgelegt ist, sorgen Praktika für den nötigen Praxiseinblick. Allerdings sind diese nicht in jedem Studiengang vorgeschrieben. Wer die Theorie für einige Zeit auf sich beruhen lassen möchte, kann ein Praxissemesters nutzen und für sechs Monate in den Arbeitsalltag eintauchen.

Interessente sollte sich an ihrer Uni über die Möglichkeiten informieren, denn eventuell sind sogar Auslandssemester möglich, die sich besonders gut im Lebenslauf machen. Das Praxissemester ist Bestandteil des Hauptstudiums und Studenten werden während dieser Zeit durch einen Dozenten betreut. In machen Studiengängen sind Praxissemester auch direkt vorgeschrieben und damit Pflicht.

Unterschieden werden grundsätzlich drei Arten des Praktikums: Das Vorpraktikum muss bereits vor dem Studium absolviert werden, das Zwischenpraktikum findet inmitten des Studiums statt, während das Nachstudium erst nach Studienabschluss erfolgt. Pflicht-Praktika werden durch die jeweiligen Studien- und Prüfungsordnungen vorgegeben und geregelt. Besonders in technischen, ingenieurwissenschaftlichen und wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen gehören sie aber zum Studium. Studenten sollten sich also rechtzeitig informieren, ob sie die Möglichkeit haben oder notfalls ein freiwilliges Praktikum absolvieren sollten, damit sie auf die wichtigen Praxiskenntnisse nicht verzichten müssen.

Praktika und Praxiserfahrungen sind besonders für Mediziner unablässig. Bis zum 30.09.2004 mussten Studenten für die volle Approbation noch 18 Monate als Arzt im Praktikum (AiP) ableisten. Nach dem Wegfall erhalten Mediziner, die ihr Studium erfolgreich abgeschlossen haben, nun sofort ihre Approbation und den Assistenzarztstatus.

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