Studiengebühren: Nicht für Schwerbehinderte

10. Dezember 2008 · Eingetragen unter Studiumfinanzierung 

Nach einem Gerichtsurteil des Verwaltungsgerichts Karlsruhe muss ein schwerbehinderter Student keine Studiengebühren zahlen. Zur Befreiung muss er nur seinen Schwerbehindertenausweis vorlegen und einen Behinderungsgrad von mindestens 50 Prozent haben. Damit widerspricht das Gericht der Meinung der Universität Heidelberg, nach der ein schwerbehinderter Student ein fachärztliches Attest vorzulegen hat um in den Genuss der Studiengebührenbefreiung zu gelangen. Jedoch ist das Urteil nicht rechtskräftig.

Ein Student hatte sich gegen den Nachweis ausgesprochen und Klage eingereicht. Er hat nach seinem Behindertenausweis einen Behinderungsgrad von 60 Prozent und beantragte bei der Universität Heidelberg für das Sommersemester 2007 eine Befreiung von der Studiengebühr. Die Richter begründen ihre positve Entscheidung damit, dass Behinderten eine Benachteiligung drohen könnte wenn sie einen zusätzlichen Nachweis für ihre Behinderung vorzulegen hätten. Die Entscheidung des Karlsruher Verwaltungsgerichts ist ein positives Signal für schwerbehinderte Menschen, die ein Studium anstreben und so ihre Berufsaussichten verbessern möchten.

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