Studenten: Großteil geht arbeiten

12. September 2008 · Eingetragen unter Studiumfinanzierung 

Wie das Darmstädter Beratungsunternehmen Univativ in einer gemeinsam durchgeführten Studie mit der Commerzbank herausgefunden hat, müssen mehr als 50 Prozent der deutschen Studenten zwischen 5 und 20 Stunden pro Woche arbeiten um damit ihr Studium finanzieren zu können. Im Rahmen der Studie wurden 1.000 Stunden an 23 Hochschulen zu ihrer finanziellen Lage, Lebensstil und persönlicher Einschätzung bezüglich ihrer beruflichen Situation befragt. Von den Befragten hatten nur rund 25 Prozent angegeben sich das Studium ohne Arbeit leisten zu können, weil sie Geld von ihren Eltern erhalten, über ein Stipendium verfügen, Bafög beziehen oder ein Darlehen dafür aufgenommen haben.

Der überwiegende Teil der Studenten muss hingegen arbeiten gehen um Geld zum Studium dazu zu verdienen. Das verdiente Geld investieren sie besonders gerne in Kleidung und Urlaub während die männlichen Studierenden es lieber für Computer sowie Handys ausgeben. Sogar 5 Prozent gehen wöchentlich mehr als 20 Stunden zur Arbeit. “Das Curriculum lässt zu Beginn eines Studiums wenig Luft, deshalb finden sich viele dieser Vielarbeiter in den höheren Semestern. Hinzu kommt, dass der akademische Nachwuchs mit zunehmender Studiendauer über mehr Know-how verfügt und somit als Arbeitskraft für die Unternehmen interessanter wird”, so Olaf Kempin, der einer der drei Geschäftsführer von Univativ ist.

Einer der Gründe für das verstärkte Arbeiten sei dass die Eltern im Laufe der Semester ihnen immer weniger Geld geben würden. Zum Ende des zehnten Semester wird die finanzielle Hilfeleistung der Eltern durchschnittlich um die Hälfe reduziert. Bei den Jobs entsprechende Praxiserfahrungen zu sammeln ist für 73 Prozent der Studenten von großer Wichtigkeit. Die Bürojobs sind bei den Studierenden unter den Studentenjobs am beliebtesten.

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