Master Studium

Universitäten, Kunsthochschulen oder Fachhochschulen können den Titel Master verleihen. Er wird als zweiter akademischer Grad des dreistufigen Abschlusses verstanden und kann im Anschluss einer wissenschaftlichen Ausbildung im ein- bis zweijährigen Aufbaustudium erlangt werden.

Studienvoraussetzung ist dabei immer ein berufsqualifizierender Hochschulabschluss, also entweder ein Bachelor- oder ein traditioneller Studiengang wie Magister oder Diplom, wobei grundständige Studiengänge ausgeschlossen sind. Wer sich für einen Master Studiengang bewirbt, muss einen bestimmten NC vorweisen können. Den Numerus Clausus legen Hochschulen nach eigenem Ermessen fest.

Beim Masterstudium in Deutschland beträgt die Regestudienzeit drei bis vier Semester und dabei werden verschiedene Lehrveranstaltungen, so genannte Fachmodule, durchlaufen. Auch während des Masterstudiums sammeln Studenten Leistungspunkte, die u. a. für Klausuren oder Teilnahmen vergeben werden. Damit können Studenten sich ihre Leistungen international einfacher anerkennen lassen. Ist die erforderliche Zahl erfüllt, bei vier Semestern beispielsweise 120 Leistungspunkte, erfolgt die Anmeldung zur Masterarbeit.

Dabei gibt es in Deutschland drei Masterstudiengänge: Konsekutive, nicht-konsekutive und weiterbildende Studiengänge. Der Konsekutive baut dabei auf einem fachspezifischen Bachelorstudiengang auf, der Nicht-Konsekutive schließt an ein beliebiges Studium an und der Weiterbildende setzte berufspraktische Vorkenntnisse und Erfahrungen voraus. Es sind jeweils verschiedene Abschlussbezeichnungen für die Studiengänge möglich.

Die Einführung des Masters erfolgte im Zuge des Bologna-Prozesses und wird noch bis 2010 für Diskussionen sorgen. Ob sich das Master Studium lohnt, muss individuell entschieden werden, denn die persönlichen  Karrierevorstellungen spielen hierbei eine wichtige Rolle. Bei Positionen, die eine gewisse Qualifikation erfordern, haben Masterstudenten größere Chancen. Das Masterstudium ist aber auch berufsbegleitend möglich und kann in diesem Fall verlängert werden. Studenten können sich hierbei sowohl durch das Studium als auch im Beruf weiter qualifizieren und müssen nicht auf ihr Einkommen verzichten.

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