Diplom Studium

Diplomstudiengänge gehören in Deutschland wohl zu den klassischsten Studiengängen und sind besonders in den Wirtschafts- und Ingenieurswissenschaften zu finden. Das Diplomstudium konzentriert sich nur auf ein Fach und wird mit dem Diplom, einem berufsqualifizierenden Abschluss,  wie beispielsweise dem Diplom-Kaufmann oder Diplom-Mathematiker, beendet. Nebenfächern wird dabei eine geringere Bedeutung beigemessen.

Grund- und Hauptstudium sowie die abschließende Diplomarbeit sind die drei Hauptbestandteile des Diplomstudiums. Die Prüfungsordnung regelt dabei den Studienablauf. Das Grundstudium nimmt 2-4 Semester in Anspruch und während dieser Zeit sollen vor allem Grundkenntnisse vermitteln werden. Abgeschlossen wird es meist mit einer Vordiplomsprüfung. Die 4-6 Semester des Hauptstudiums dienen dann größtenteils der Spezialisierung und Vertiefung und werden mit der Diplomarbeit bzw. einer Examensprüfung beendet. Je nach Region kann es zu Abweichungen kommen.

Voraussetzung für Diplomstudiengänge ist meist das Abitur bzw. Fachabitur. Die Zugangsbeschränkungen unterscheiden sich je nach Institut, bei einigen wird über den Numerus Clausus, bei anderen über diverse Auswahlverfahren entschieden. Die Regelstudienzeit beträgt zwischen 8 und 12 Semestern, je nach Studiengang.

Die Zukunft des Diplomstudiums ist allerdings ungewiss, da im Zuge des Bologna-Prozesses immer mehr Studiengänge in Bachelor- und Masterabschlüsse aufgeteilt werden und Studiengänge damit individueller gestaltbar sind. Bis 2010 sollen Diplomstudiengänge auslaufen und mit dem gestuften Studiensystem ersetzt werden. Die Hochschulgesetze der einzelnen Bundesländer regeln den Ablauf und eventuelle Auslauffristen. In einigen Bundesländern dürfen bereits keine neuen Diplomstudiengänge eingeführt und in naher Zeit auch keine Studienanfänger für diese mehr aufgenommen werden.

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